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Meine Ziele für Kirchzell

Verschiedene VeranstaltungenBei der kommenden Kommunalwahl wird unser jetziger Bürgermeister, Stefan Schwab, nicht erneut antreten. Für seine langjährige und engagierte Arbeit gebührt ihm großer Dank.

Mein Name ist Patrick Walter, ich bin 43 Jahre alt, ledig und habe keine Kinder – aber ich bin sehr stolz darauf, Patenonkel sein zu dürfen. Dies bedeutet mir viel. Beruflich bin ich Diplom-Ingenieur (FH) Mechatronik und arbeite bei einem Maschinenbauer in Würzburg als Softwareentwickler. Viele weitere Informationen über mich finden Sie hier

Diese Mischung aus technischer Berufserfahrung, langjährigem Ehrenamt und kommunalpolitischen Engagement – verbunden mit einer starken Vernetzung im gesamten Landkreis und darüber hinaus – prägt meine Motivation, für unsere Gemeinde Verantwortung zu übernehmen. Ich möchte gemeinsam mit Ihnen die Zukunft Kirchzells modern, verlässlich und zukunftsfähig – für alle Generationen gestalten und gemeinsam mehr erreichen – bodenständig, engagiert und mit einem klaren, praxisorientierten Blick auf die Aufgaben, die vor uns liegen.

Diese Ziele habe ich für Kirchzell in den nächsten Jahren:

Feuerwehrhaus Watterbach & Kirchzell, Neuer Bauhof / Brücke

In Watterbach wird das Feuerwehrhaus umgebaut und erhält einen Anbau, damit ein normgerechter Stellplatz, Umkleide- und Sozialräume geschaffen werden. Erste Aufträge sind bereits vergeben. Die Kostenschätzung für das gesamte Projekt liegt bei rund 310.000 Euro, mit einer Förderung von 168.000 Euro ist zu rechnen. Der Anbau ist nötig, da das jetzige Fahrzeug LF 8 (Opel Blitz) über 50 Jahre alt ist und demnächst ersetzt werden muss. Für ein neueres Fahrzeug ist der jetzige Stellplatz aber zu klein.

Weiter steht der Umbau eines Teils des ehemaligen Gebäudes der Zimmerei Kunz zum neuen Bauhof an. Der Bauantrag ist bereits gestellt. Nun folgen Planung und Ausführung der Umbauarbeiten, damit der Bauhof möglichst schnell in das neue Gebäude umziehen kann. Der Umzug ist auch wichtig für die Feuerwehr Kirchzell, damit sie den zusätzlichen benötigten Platz erhält.

Auch die Planung für das Feuerwehrhaus Kirchzell muss weiter vorangetrieben werden. Ziel ist es, die notwendigen Verbesserungen in den Bereichen Stellplätze, Sozialräume, Umkleiden usw. zu erreichen. Ein modernes Feuerwehrhaus, gute Ausrüstung und Fahrzeuge sind notwendig, um den Anforderungen zu entsprechen und den ehrenamtlichen Einsatzkräften zeitgemäße Bedingungen zu bieten. Durch die Entscheidung, das Feuerwehrhaus Kirchzell am bestehenden Standort zu realisieren, hat die Brücke zum Neubaugebiet „Bucher Weg“ an Priorität verloren.

Breitband und Mobilfunk

Der überraschend angekündigte Rückzug von GlasfaserPlus (Telekom) aus dem geplanten eigenwirtschaftlichen Ausbau in Kirchzell wäre ein herber Rückschlag für unsere Gemeinde. Aktuell wird versucht, gemeinsam mit GlasfaserPlus doch noch eine Lösung zu finden, um den Ausbau eigenwirtschaftlich umzusetzen. Das muss ein vorrangiges Ziel sein – alles andere würde Jahre kosten und auch weitere Kosten verursachen.

Trotzdem ist eines klar: Wir dürfen beim Glasfaserausbau nicht abgehängt werden, dafür werde ich mich einsetzen. Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist heute unverzichtbar – für Unternehmen, Homeoffice, Schule, Studium und für alle, die auf eine stabile und schnelle Internetanbindung angewiesen sind.

Sollte der eigenwirtschaftliche Ausbau endgültig scheitern, muss für die gesamte Gemeinde – nicht nur für die Ortsteile – der Weg über das Breitband-Förderprogramm (bis zu 90% Förderung) gegangen werden. Das bietet die Chance, Kirchzell und alle Ortsteile flächendeckend mit Glasfaser zu versorgen.
Auch beim Mobilfunk gibt es Fortschritte, aber weiterhin Handlungsbedarf. Sehr positiv ist, dass der Sendemast der Telekom in Preunschen seinen Betrieb aufgenommen hat. Für Watterbach ist die Errichtung eines Mobilfunkmastes im Außenbereich Richtung Schrahmühle geplant, um dort die Mobilfunkversorgung sicherzustellen.

Kläranlage & Kanalsystem

Die bestehende Teichkläranlage erfüllt die heutigen Anforderungen an die Reinigungsleistung nicht mehr. Um die gesetzlichen Vorgaben zuverlässig einzuhalten, ist die Gemeinde deshalb gezwungen, eine neue Kläranlage zu errichten. Ein technisch sehr anspruchsvolles Projekt.

Im Zusammenhang mit dem Neubau erfolgt zuvor eine Kanalbefahrung im gesamten Ortsnetz, um den Zustand unseres Kanalnetzes zu erfassen. Teile des Ortsnetzes in Kirchzell wurden schon befahren, der Rest wird folgen. Es ist davon auszugehen, dass einiger Sanierungsbedarf aufgedeckt wird.

Sowohl die Kosten für die neue Kläranlage als auch für notwendige Kanalsanierungen müssen gemäß den gesetzlichen Vorgaben über Abwassergebühren oder Beiträge finanziert werden. Eine sorgfältige Planung, Ausschöpfung der Fördermöglichkeiten und transparente Information sind daher besonders wichtig, damit die Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger überschaubar und nachvollziehbar bleiben.

Wasserversorgung & Klimaanpassung

Auch die Wasserversorgung wird uns in Kirchzell in den nächsten Jahren beschäftigen. Die Anforderungen sind so gesetzt, dass eine redundante Ersatz-Trinkwasserversorgung aufgebaut werden soll. Leider kann die Brunnfloßwiesenquelle zwischen Kirchzell und Buch nicht als Ersatzversorgung dienen. Deshalb muss überlegt werden, welche Lösungen realisierbar sind – natürlich immer mit Blick auf die Kosten. Hier wird z.B. an eine Verbundleitung mit Amorbach, Schneeberg und Weilbach gedacht.

Gerade im Hinblick auf den Klimawandel, veränderte Niederschlagsmuster und längere Trockenphasen ist es sinnvoll, sich im Voraus damit zu beschäftigen. Die Wasserverluste müssen reduziert werden und es muss überlegt werden, wie die Versickerung und Speicherung von Regenwasser gerade im Wasserschutzgebiet verbessert wird.

Windkraft & neue Vorranggebiete

In den kommenden Jahren wird die Gemeinde auch das Thema Windkraft beschäftigen. Durch die geänderte Gesetzeslage mussten bayernweit Windvorranggebiete ausgewiesen werden, die 1,1 bzw. 1,8 Prozent der Landesfläche entsprechen. Auch bei uns wurden zwei solche Windvorranggebiete festgelegt: das größte bei Breitenbuch und ein weiteres am Reisberg. Zudem berühren uns zwei weitere Gebiete bei Beuchen, wobei für das Gebiet bei Beuchen an der Landesgrenze zu Baden-Württemberg bereits Verträge geschlossen wurden und die Planungen laufen.

Für das Windvorranggebiet in Breitenbuch gab es bereits Interesse von Windkraftentwicklern. Aufgrund der geänderten Gesetzeslage können diese Firmen dort grundsätzlich Anlagen errichten. Die Gemeinde selbst besitzt nur etwa 20 Prozent der Fläche. Diese Fläche wird nicht entscheidend sein, ob hier ein Windkraftgebiet entsteht oder nicht. Deshalb sollte gemeinsam mit allen Grundstückseigentümern in einem sogenannten Pooling-Verfahren das Windkraftgebiet gemeinsam entwickelt werden. So behalten wir den größtmöglichen Einfluss auf die Gestaltung und stellen sicher, dass alle Eigentümer und die Bevölkerung fair eingebunden werden. Die Gemeinde hat hierzu eine Windpotentialanalyse über das regionale Energiewerk beauftragt, um zu ermitteln, ob sich hier Windkraft lohnt. Mir ist wichtig, dass die Menschen vor Ort mitgenommen werden und sich auch beteiligen können, sodass möglichst viel Wertschöpfung hier bei uns bleibt.

Gemeindliche Gebäude

In den nächsten Jahren möchte ich die gemeindeeigenen Gebäude genauer betrachten und gemeinsam überlegen, wie wir sie sinnvoll weiterentwickeln können. Viele Gebäude weisen Sanierungsbedarf auf. Besonders im Fokus stehen für mich die Hauptstraße 58 in Kirchzell und die alte Schule in Ottorfszell.

Wohnen in Kirchzell

In Kirchzell stehen derzeit noch ausreichend Bauplätze zur Verfügung, sodass weiterhin die Möglichkeit besteht, hier ein neues Zuhause zu schaffen.

In den Ortsteilen gibt es aktuell keine ausgewiesenen Neubaugebiete. Ziel ist es, bauwilligen Bürgern künftig auch in den Ortsteilen die Möglichkeiten zum Bauen zu eröffnen. Eine Möglichkeit ist der sogenannte „Bauturbo“, der die Ausweisung neuer Bauplätze erleichtern kann – vorausgesetzt, entsprechende Grundstücke stehen zur Verfügung.

Medizinische Versorgung sichern

Um die medizinische Versorgung in Kirchzell auch in Zukunft sicherzustellen, hat sich die Gemeinde am Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) Campus GO genossenschaftlich beteiligt. Dadurch konnte die Praxis Hickmann in Schneeberg übernommen werden. Ziel ist es, Ärztinnen und Ärzten attraktive Arbeitsbedingungen zu bieten, so dass die hausärztliche Versorgung sichergestellt werden kann. Das MVZ wird weiterentwickelt, es werden moderne Räume für das MVZ in Amorbach entstehen, weitere Ärzte werden dazu kommen und Facharztpraxen können angesiedelt werden.

Außerdem ist es mein Ziel, dass es auch in Kirchzell regelmäßige Sprechstunden gibt. Wichtig ist, dass weiterhin auch Hausbesuche möglich sind – ob durch Ärzte oder etwa durch ein Konzept wie eine Gemeindeschwester über das MVZ. So stellen wir sicher, dass Kirchzell in Zukunft besser medizinisch versorgt ist.

Pflege im Blick behalten

Auch wenn wir in Kirchzell keine eigene Pflegeeinrichtung vor Ort haben, ist es mir ein persönliches Anliegen, dieses Thema nicht aus den Augen zu verlieren.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wichtig es ist, Unterstützung für pflegebedürftige Angehörige zu haben. Daher ist es wichtig, den regionalen Pflegebedarf im Auge zu behalten und mögliche Verbesserungen zu unterstützen.

Bedarfsgerechter Ausbau der Betreuungsangebote

Das Betreuungsangebot in Kirchzell – von der Kinderkrippe über den Kindergarten bis zur Schule – soll nicht nur erhalten bleiben, sondern bedarfsgerecht weiterentwickelt werden, auch im Hinblick auf die Einführung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung ab der ersten Klasse im nächsten Jahr.

Der Kindergarten und die Schule vor Ort sind für unsere Gemeinde enorm wichtig. Mir ist es wichtig, dass beispielsweise das bestehende Mittagsangebot beibehalten und die Kommunikation verbessert wird – etwa durch eine Schul- und Kindergarten-App, die gemeinsam mit dem Personal eingeführt wird.

Spielplätze, Freizeit, Wandern und Tourismus

Kirchzell liegt in Deutschland mitten im Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald – einer der schönsten Landschaften. Diese Umgebung prägt unsere Gemeinde und bietet uns ideale Voraussetzungen für Freizeit, Erholung und Naturerlebnisse. Es geht dabei nicht um große, kostspielige Projekte, sondern um die vielen kleinen Maßnahmen, die unsere Lebensqualität spürbar verbessern können.

Ein wichtiger Punkt ist die Aufwertung unserer Spielplätze. Attraktivere Spielflächen, moderne Geräte und kleine Ergänzungen wie Sitzmöglichkeiten oder schattige Bereiche schaffen Orte, an denen sich Familien gerne aufhalten. Gerade für junge Familien ist das ein wichtiger Faktor.

Auch im Bereich Wandern, Radfahren und Naherholung kann mit überschaubaren Maßnahmen viel erreicht werden. Eine bessere Ausschilderung der Wanderwege, klare Orientierungspunkte und kleine informative Elemente zur Natur oder zur Geschichte unserer Gemeinde werten unsere Wege auf und machen sie sowohl für Einheimische als auch für Gäste interessanter.

Generationen einbinden

In Kirchzell ist es mir wichtig, dass sowohl die junge als auch die ältere Generation aktiv an der Gestaltung unserer Gemeinde beteiligt werden. Deshalb setze ich mich dafür ein, wieder einen Seniorenbeauftragten oder auch ein kleines Team zu etablieren, das sich gezielt um die Belange der älteren Mitbürger kümmert. So wird sichergestellt, dass ihre Stimme gehört wird und sie sich einbringen können.

Gleichzeitig will ich auch die Jugend stärker einbinden. Dafür gibt es zum Beispiel das Projekt „Projekt Zukunft“, das vom Landratsamt angeboten wird. Eine solche Initiative sorgt dafür, dass die Jugend aktiv an der kommunalen Gestaltung teilnimmt und ihre Ideen einbringen kann.

So schaffen wir alle zusammen eine lebendige Gemeinde, in der Jung und Alt gemeinsam die Zukunft Kirchzells mitgestalten - und gemeinsam mehr erreichen.

Vereine

Unsere Vereine sind zentral für unser Gemeindeleben, sie bringen Menschen zusammen, halten Traditionen lebendig und sorgen dafür, dass unsere Marktgemeinde ein aktiver und lebendiger Ort ist und bleibt. Mir ist es wichtig, unsere Vereine und ihre zahlreichen Veranstaltungen bestmöglich zu unterstützen.

Ich möchte ein neues Vereinstreffen etablieren, das über die ehemalige Terminabstimmung hinausgeht. Es soll ein Ort sein, an dem Vereine und Gemeinde offen miteinander ins Gespräch kommen, sich besser vernetzen und gemeinsame Anliegen, Ideen und Veranstaltungen besprechen können.

Das 325-Jahre-Marktrecht-Fest war ein beeindruckendes Beispiel dafür, was wir gemeinsam erreichen können. Mein herzlicher Dank gilt allen, die sich mit großem Engagement daran beteiligt haben. Dieses Fest hat gezeigt, welches Potenzial in unseren Vereinen steckt. Ich möchte dieses Marktrecht-Fest gemeinsam mit den Vereinen weiterentwickeln und langfristig stärken.

Neue Bestattungsformen und behutsame Weiterentwicklung

Auch auf unserem Friedhof in Kirchzell hat sich in den letzten Jahren einiges getan: Anonyme und halbanonyme Bestattungsformen sowie ein gemeindlich gepflegtes Urnenfeld wurden eingeführt und werden zunehmend nachgefragt, auch weil sie weniger Pflegeaufwand erfordern.

Der Friedhof in Kirchzell wird weiterentwickelt und auch die Friedhöfe in den Ortsteilen werden bei Bedarf weiterentwickelt. Der Umbau des Vorplatzes in Kirchzell ist zwar vorerst verschoben, bleibt aber im Blick, abhängig von der Finanzlage. Und ein paar zusätzliche Bänke hier und da schaden sicher auch nicht, um den Friedhof noch einladender zu machen.

Verantwortungsvoller Umgang mit den Finanzen

Bei all den Projekten, die in den nächsten Jahren anstehen, ist mir ein wachsames Auge auf die Finanzen besonders wichtig. Aktuell steht Kirchzell bei einem Schuldenstand von rund 2,8 Millionen Euro, nächstes Jahr werden ca. 300.000 € getilgt. Bei dem Schuldenstand ist noch zu berücksichtigen, dass die Gemeinde aktuell noch im Besitz von einigen Bauplätzen ist.

Wir müssen damit rechnen, dass die Kreisumlage weiter steigen wird, was unsere Spielräume weiter deutlich einschränken wird. Deshalb möchte ich darauf achten, dass vorausschauend geplant wird, die vorhandenen Mittel effizient eingesetzt werden und alle Fördermöglichkeiten ausgeschöpft werden, um die Gemeinde finanziell auf Kurs zu halten.

Ausbildungsmesse

Ich sage Danke an alle Besucherinnen und Besucher, Aussteller, Helfer sowie an alle, die zum Gelingen der 18. Berufs- und Ausbildungsmesse beigetragen haben. Mit 43 Ausstellern wurde ein neuer Höchststand erreicht – ein Ergebnis, auf das das gesamte Team zum 18. Geburtstag der Messe besonders stolz ist.

Auch 2026 wird es wieder eine Ausbildungsmesse geben, voraussichtlich am 21. November 2026.